Meiringen | 29. Juli 2009

Glänzende Steine ziehen Besucher an

Mineralienbörse und Brocante im Hotel Sauvage

Ob Rauchquarz, Bergkristall oder Rosenlauimarmor, die Auswahl war ebenso gross wie glanzvoll. Besucher bestaunten, testeten und kauften. Die Mineralienbörse im Hotel Sauvage war dieses Jahr so gut besucht wie schon lange nicht mehr. Im Garten hiess es Brocante, und auch hier gab es von der Uhr bis zum Geschirr alles zu kaufen.

Morionstufe mit Gwindel von der Grimsel. Alle Steine bestachen durch Farbe, Glanz und unterschiedlichen Schliff.

Morionstufe mit Gwindel von der Grimsel. Alle Steine bestachen durch Farbe, Glanz und unterschiedlichen Schliff.

Fotos: Michael Schinnerling

Ein Bergkristall mit Limonit aus Graubünden.

Ein Bergkristall mit Limonit aus Graubünden.

Die Phantomquarze wurden vom Publikum begutachtet. Zuerst einmal in die Hand genommen, dann gegen das Licht gehalten und von allen Seiten angeschaut. «Wo kommen die her?», fragte ein Besucher. «Vom Lauteraar», kam die Antwort. «Dann bitte diesen hier einpacken», war die Reaktion. Was hier so schön schimmerte und glänzte, haben die Strahler eigenhändig ausgegraben. Stolz präsentierten sie die Fundorte und Grabungen in Fotoalben, die am Stand zum Anschauen parat lagen. «Ich sammle selber und habe eine starke Affinität für alles was mit Quarz zu tun hat. Die Formen, Farben, der Glanz faszinieren mich», erklärte Urs Keiser aus Sarnen und liess sich einen Rauchquarz einpacken. Das Preis-Leistungsverhältnis stimme hier, meint Keiser. Ein Rundgang bei den zehn Ausstellern zeigte: Die Hasler Strahler sind stolz darauf, dass fast alles aus der Region kommt. Vom Rauchquarzgwindel, Morionstufe mit Gwindel, Phantomquarzstufe bis hin zum Bergkristall mit Limonit, lassen die Mineralien die vielen Gäste staunen und kaufen.

 

Sehen und gesehen werden

Für die Strahler ist es wichtig, an einer Börse ihre Funde zu zeigen und selber präsent zu sein. «Die Leute kommen, schauen und dann besuchen sie mich auf dem Beatenberg», erklärt Beni Werner. Für Präsident Ernst Rufibach haben noch ganz andere Dinge Priorität. Aussteller, die Steine aus Indien oder China verkaufen wollen, würden nicht berücksichtigt. «Das Ziel unserer Ausstellung ist es, einheimische Mineralien zu präsentieren. Wir wollen die Materie der alpinen Gesteine den Leuten näher bringen. Wer seine Steine nicht behalten möchte, kann sie hier verkaufen.» Auch im Garten des Parkhotels reihten sich Stände aneinander. Hier konnten Interessierte von der Uhr bis zum Geschirr, alles was man braucht oder einem gefällt, kaufen. Seit drei Jahren finden die Mineralienbörse und die Brocante am selben Wochenende statt. Dies hat sich bewährt und wird auch in Zukunft so bleiben. «Wie erwartet war das Wetter am Sonntag zu schön, sodass wir weniger Besucher hatten als am Samstag. Es gab jedoch gute Diskussionen und eine gute Nachfrage über die gesamte Ausstellung», sagte Rufibach.

 

Rauchquarz von der Grimsel wurde an der Mineralienbörse im Hotel Sauvage feilgeboten.

Rauchquarz von der Grimsel wurde an der Mineralienbörse im Hotel Sauvage feilgeboten.