Börse 2017

Dir diesjährige Mineralienbörse der Haslistrahler findet am 9. Juli im Grimseltor in Innertkirchen statt.

Hast Du lust als Aussteller dabei zu sein? Dann melde dich bei unserem Börsenchef Andreas Moor

Herzlichen Dank

Allen Börsianern und Helfern im Vorder- und Hintergrund herzlichen Dank für die Unterstützung an der Börse 2016.

Innertkirchen 4. Juli 2016

Handeln um das Gold der Alpen

Es glitzerte und funkelte aus allen Ecken im Grimseltor. Wie jedes Jahr trafen sich dort die Haslistrahler zur jährlichen Mineralienbörse.
von Sarah Neuhaus
Kristalle, so weit das Auge reicht. Einige Strahler nutzten die Chance, um auch Handwerksarbeiten auszustellen.
Kristalle, so weit das Auge reicht. Einige Strahler nutzten die Chance, um auch Handwerksarbeiten auszustellen.
«Ich finde, wir sind nicht Konkurrenten ...», Walter von Weissenfluh, Präsident der Haslistrahler verschränkt die Arme vor der Brust und schmunzelt, «nun ja, sagen wir, es herrscht eine gesunde Konkurrenz.» Wie jedes Jahr, haben sich die modernen Schatzsucher auch an diesem ersten Julisonntag im ersten Stock vom Grimseltor eingerichtet und präsentieren ihre Fundstücke.

 

Beste Stücke schnell weg

Insgesamt zwölf Strahler aus den Regionen Bern, der Innerschweiz und dem Haslital haben den Weg nach Innertkirchen gefunden. Fein säuberlich haben sie ihre Kristalle und Mineralien auf langen Tischen aufgestellt und mit Preisen versehen. «Reich wird man als Strahler nicht, die meisten von uns machen es als Hobby», erklärt von Weissenfluh. Mit ungeübtem Auge ist es kaum nachvollziehbar, was einen Kristall wertvoller macht als einen anderen. Walter von Weissenfluh erklärt, wie die Preise der edlen Fundstücke festgelegt werden. «Grundsätzlich ist es so, dass wir Käufern, die sich nicht auskennen, einen beliebigen Preis vorlegen könnten.» Es sei aber Ehrensache, dies nicht zu tun, und die anderen Strahler würden den Betrug sofort bemerken. Vor vielen der zwölf Tische haben sich kleine Menschengruppen gebildet. Einige von ihnen Einheimische, andere noch in kompletter Töffmontur. «Strahler werden Sie unter den Besuchern kaum mehr finden», erzählt von Weissenfluh. «Die kommen schon am Vormittag, meist noch bevor die Börse offiziell eröffnet wird.» Die besten und schönsten Stücke wechseln schon am Vormittag den Besitzer. «Das ist normal, wenn wir an eine andere Börse gehen, machen wir das ja auch so», meint der Strahler lachend.

 

Walter von Weissenfluh ist Präsident der Haslistrahler und machte seinen ersten Fund unabsichtlich.
Walter von Weissenfluh ist Präsident der Haslistrahler und machte seinen ersten Fund unabsichtlich.
 

Der Verein Haslistrahler zählt aktuell rund 50 Mitglieder. Knapp ein Drittel davon sind aktiv als Strahler tätig. Der Präsident des Vereins hat vor knapp 18 Jahren mit dem Strahlen angefangen. «Ich war schon immer gerne in den Bergen unterwegs. So kam es, dass ich eines Tages wortwörtlich über einige Kristalle gestolpert bin.» Weder in seinem Familien- noch in seinem Freundeskreis gäbe es Strahler, er sei der erste gewesen. «Ich habe mich sehr über den ungewollten Fund gefreut und dann aktiv angefangen nach Kristallen und speziellen Mineralien zu suchen.» Das Hasli ist dafür genau der richtige Ort. Mit einer Geologie von Graniten bis Sedimenten besitzt die Landschaft eine Fülle von Gesteinen und Mineralien. Vom Bergkristall, Eisenherz, Fluorit und Rosenlauimarmor bis hin zu Fossilien. Dass so ein Hobby in den Bergen auch Gefahren mit sich bringt, sind sich alle Strahler bewusst. Walter von Weissenfluh relativiert: «Es ist wie beim Töfffahren. Man kann ein hohes Risiko eingehen oder sich den Gefahren bewusst sein und sein Verhalten dementsprechend anpassen.» In diesem Jahr startet die Strahlersaison vergleichsweise spät. «Momentan liegt auf 3000 Metern noch viel Schnee, wir müssen noch einige Wochen warten, befürchte ich», so Walter von Weissenfluh. «Kommt der Sommer noch oder nicht. Das ist im Moment die Frage.»

 

Reich werden die meisten Strahler zwar nicht, trotzdem bieten viele von ihnen einige ihrer Schätze zum Kauf an.
Reich werden die meisten Strahler zwar nicht, trotzdem bieten viele von ihnen einige ihrer Schätze zum Kauf an.

 

Nur noch 60 Tage....

....dann findet schon unsere Mineralienbörse in Innertkirchen statt. Hast Du dich schon angemeldet? Nicht? Dann nicht wie los.

Anmeldungen an den Börsenchef Andreas Moor.                                                                                                         3.5.2016

Mineralienbörse 2016, bist Du dabei?

Unsere jährich stattfindende Mineralienbörse findet traditionell in Innertkirchen im Grimseltor statt. Zentral gelegen am Fusse der beiden Alpenpässe Susten und Grimsel. Jeweils am ersten Julisonntag, also wenns obenaus noch nichts zum Strahlen ist, jedoch die Lust auf Kristalle nach und nach zum Vorschein kommt. Möchtest Du heuer am 3. Juli auch dabei sein? Auswärtige wie auch einheimische Strahler sind herzlich willkommen. Wenn Du Interesse hast, melde dich beim Präsidenten der Haslistrahler, dieser gibt dir gerne Auskunft.

Bericht Mineralienbörse 2015

Strahler Ernst Rufibach (rechts) mit zwei Mineralienfreunden im Gespräch.

«Der grüne Florid ist ein seltenes Mineral und wurde lange nicht mehr gefunden», erklärte Rudolf Messerli aus Wimmis zwei Kunden. Der Strahler hatte das Glück und stiess auf eine grössere Kluft aus der er unter anderem einen Kinderkopf grossen Stein rausschlug. Eine Kluft zu finden ist eher selten und passiert vielleicht nur einmal im Leben eines Strahlers. Auch der einheimische Ernst Rufibach fand vor zehn Jahren im Grimselgebiet eine Kluft, aus der er bis zu 60 Zentimeter grosse Einzelkristalle barg. Der schönste Fund von Stefan Püntener aus Erstfeld im Kanton Uri war ein Rosafluorit, eines der begehrtesten Mineralien in der Schweiz, von dem jeder Strahler träumt. «Er ist natürlich unverkäuflich und gut verwahrt in einer Vitrine», verriet Püntener.

Teils kamen die Aussteller von weither nach Innertkirchen, um ihre Mineralien den Besuchern zu zeigen und anzubieten. «Wir haben unsere Börse für Strahler aus der ganzen Schweiz geöffnet, um eine grössere Vielfalt zu präsentieren», erklärte Walter von Weissenfluh, Präsident der Haslistrahler. «Die Auswahl für die Kunden ist dadurch viel umfangreicher.» Das die Strahler gerne ihre Funde zeigen, wurde am Sonntag schnell ersichtlich. Auf den Tischen waren die Mineralien fein säuberlich ausgebreitet und übersichtlich und schön präsentiert. Neben Bergkristallen, Rauchquarz und Rosafluorit waren aber auch Schmuck und Gebrauchsgegenstände wie Lampen und Messer zu sehen – denn aus Mineralien lassen sich unendlich viele Gegenstände herstellen. Die letzten Jahre wurden in einer Sonderausstellung jeweils spezielle Funde der Strahler gezeigt. Dieses Jahr waren es Gemälde. «Das hat sich per Zufall ergeben, als ich Markus Uebelhart kennenlernte. Er zeichnet Kristalle und Mineralien so echt, dass sie wie auf einem Foto aussehen», unterstrich von Weissenfluh.

Was ist das für ein Stein? Wo wurde er gefunden? Bei Strahler Rudolf Messerli wurden die Kunden schnell über alles Wissenswerte aufgeklärt.

Kein echter Stein, sondern ein Gemälde. Die diesjährige Sonderausstellung zeigte Werke von Markus Uebelhart.

Vielen Dank

Herzlichen Dank allen Besuchern und Börsianern der heurigen Mineralienbörse der Haslistrahler. Flotte Kollegialität, wunderschöne Mineralien sowie eine einzigartige Sonderausstellung prägten den diesjährigen Anlass.

Mineralienbörse 2015, bist Du dabei?

Die Mineralienbörse 2015 der Haslistrahler findet am 5. Juli im Grimseltor statt.

Gerne würden wir an der Börse eine grössere Vielfalt von Mineralien und deren Findern präsentieren. Willst Du als Strahler bei der Börse dabei sein? Dann melde dich bei unserem Börsenchef.

 

Sondergast an der Mineralienbörse: Markus Übelhart, Kristallmaler aus Steinhausen

Gerental, Zinggenstock, Bristen, Cavradi..... So vielfältig wie die Herkunft der gemalten Objekte von Markus Übelhart sind seine Bilder. Ob auf Leinwand oder Sperrholz, die wichtigen und faszinierenden Details eines Kristalls werden auf seinen Bildern hervorragend dargestellt.

Als Maler bereichert er unsere diesjährige Mineralienbörse am 5. Juli in Innertkirchen. Ein Grund mehr, einen Ausflug ins Oberhasli zu machen.

Bericht der Mineralienbörse 2014

Schöne Steine zu finden ist Glückssache» Die Mineralien und Gesteine der Haslistrahler lagern oft nur in Kartonschachteln. An der Börse im Dorfzentrum Grimseltor war die Ausbeute jedoch ansehnlich präsentiert.

Die Besucher begutachteten die Mineralien sehr genau, bevor sie sich zum Kauf entschieden.
Die Besucher begutachteten die Mineralien sehr genau, bevor sie sich zum Kauf entschieden.

Das Haslital ist in geologischer Hinsicht aussergewöhnlich beschaffen. Hier finden sich verschiedenste Gesteinsarten von Graniten bis Sedimenten, und dadurch eine reiche Fülle von Mineralien. Vor allem im Grimselgebiet sind bereits grosse Kristallkluften entdeckt worden. Manchmal aus Zufall, denn Strahlen hat auch mit etwas Glück zu tun, wie Walter von Weissenfluh, Präsident der Haslistrahler, betonte. «Auch der erfahrenste Strahler findet manchmal überhaupt nichts.» Jeder habe so seine speziellen Plätze, an denen er immer und immer wieder suche, doch manchmal eröffne sich auch ein ganz anderes Gebiet für neue Funde.

 

Kristallgebilde aus dem Grimselgebiet.
Kristallgebilde aus dem Grimselgebiet.

Zehn Aussteller zeigten am Sonntag im Dorfzentrum Grimseltor ihre Fundstücke. Der Ausstellungsort erwies sich im letzten Jahr als ideal, denn er liegt am Tor zum Mineralien-Eldorado Grimsel. «Und der grosse Saal ist perfekt, weil er hell ist und es dadurch keine Tischlampen braucht.» Überrascht zeigte sich von Weissenfluh über die Besucherflut. Bereits am Vormittag kamen Mineralienfreunde, Strahler, aber auch Touristen in die Ausstellung, um einen Blick auf die verschiedenen Mineralien und Gesteine zu werfen. «In einer Börse geht es allerdings nicht nur um den Verkauf. Die Strahler diskutieren auch gerne einmal miteinander», erklärte Walter von Weissenfluh, der am liebsten im Grimselgebiet auf Mineraliensuche geht. Erstaunlich war, dass sogar Besucher aus den Kantonen Uri, Wallis und Graubünden den Weg nach Innertkirchen fanden. Die Aussteller selber präsentierten ihre Fundstücke, die sonst oft nur in Kartons irgendwo in einem Abstellraum stehen, ordentlich nebeneinander auf den Tischen. Kleine Kristallspitzen waren bereits ab ein paar Franken erhältlich. Wer allerdings ein besonders schönes Exemplar kaufen wollte, der musste schon einiges mehr ausgeben. In einer Glasvitrine wurden Stücke gezeigt, die den Haslistrahlern am Herzen liegen und die sie lieber nicht verkaufen wollen. So wie der 1,4 Kilogramm schwere Rosa Fluorit aus dem Grimselgebiet, den von Weissenfluh als einen Stein bezeichnete, den Strahler oft nur einmal im Leben finden. Auch die dunklen Kristalle, die das Licht anders reflektieren und in höheren Regionen gefunden werden, stehen eher selten zum Verkauf. «Ein Strahler schaut die Mineralien mit ganz anderen Augen an, als ein Tourist», so von Weissenfluh. Für einen Tourist ist eine kleine Kristallspitze ein Mitbringsel aus den Ferien, für den Strahler sollte sie perfekt sein. Der Verein zählt rund 50 Mitglieder, die diesem Hobby frönen.

 

Herzlichen Dank vom Präsidenten der Haslistrahler an alle Aussteller, Organisatoren, "Wirtsleute", Helfer, Sponsoren und all diejenigen, die der Börse zu einem Tollen Tag verholfen haben.

Vorschau Mineralienbörse 6. Juli 2014

 

Das Haslital hat seit Jahrhunderten grösste Bedeutung für die Strahlerei. Im Herzen dieser Kristall-Region findet am Sonntag 6. Juli 2014 die Mineralienbörse der Haslistrahler statt. 

 

Bereits zum zweiten Mal findet die Mineralienbörse der Haslistrahler im Grimseltor in Innertkirchen statt. Das Dorfzentrum Grimseltor in Innertkirchen ist das Tor zur Grimsel, das Tor zum Susten und eigentlich auch ein Tor zur faszinierenden Welt der Strahlerei im Oberhasli. Falls das Wetter es erlaubt, werden die Strahler ihre Kostbarkeiten draussen auf dem grosszügigen Vorplatz, sozusagen auf der natürlichen Bühne der alpinen Bergwelt, inmitten der grossartigen Landschaft präsentieren.

 

An der Mineralienbörse werden die Hasli Strahler viele schöne Funde der vergangenen Jahre zeigen.

 

Besonders seltene Stücke werden vom Finder kaum verkauft. So verbergen sich in den kleinen Vitrinen zu Hause oft wunderbare Prunkstücke. Solche unverkäufliche Mineralien, welche oft der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, können in einer Sonderaustellung bewundert werden.

 

Die Kristalle sind im Grimseltor nicht nur während  der Mineralienbörse ein wichtiges Element. Für den Eingangsbereich hat der Guttanner Künstler Sepp Häfliger eine grosse Kristallader entworfen, die sofort die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zieht. Die mineralischen Schätze, die sich in der Granitlandschaft der Grimsel verbergen, gehören zur Region. Sie prägen die Umgebung und die Menschen, die hier leben. Den Besuchern erzählen sie natürlich viele spannende Geschichten.

 

Begonnen hat das Kristall-Fieber im Haslital schon vor mehreren hundert Jahren. Als die Gebrüder Moor 1719 am Zinggenstock einen sensationellen Fund machten, brach im Tal ein eigentlicher Kristall-Rausch aus. Die meisten Kristalle aus jener Zeit wurden nach Italien verkauft, wo sie zu prunkvollen Gefässen oder Kronleuchtern verschliffen wurden. Die Faszination dieser erdgeschichtlichen Zeugnisse hielt an. Heute schätzt man die Unversehrtheit der Stufen und Kristalle. Die Börse im Herzen des Berner Oberländer Strahler-Mekkas bietet Insidern genau wie interessierten Gästen zahlreiche Möglichkeiten, gute Kontakte zu knüpfen, Neues zu sehen und zu hören sowie zu fachsimpeln. Im Börsenrestaurant lassen sich bei Kaffee und Kuchen, Wein, Bier oder Mineralwasser Strahler-Geschichten austauschen und neue Pläne schmieden.